Lichtspiele Sassnitz e.V.
Verein
Unser Verein
Lichtspiele Sassnitz e.V. wurde im Jahr 2000 von engagierten und kulturinteressierten jungen Leuten, Freundinnen und Freunden des Kinos, gegründet. Seither öffnet das Grundtvighaus jeden Freitag seine Türen für die Filmvorführungen des Vereins.
Die Rahmenbedingungen und Ansprüche an das Programm und die Technik haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Das KULT(ur) KINO auf der Insel Rügen im Grundtvighaus (Mehrgenerationenhaus Sassnitz) ist eine Institution geworden. Unser Verein unterstützt auch Veranstaltungen des Hauses, z.B. beim Schulkino und Ferienprogramm für Kinder.
Die beiden anderen Spielstätten in Sellin und Samtens/Frankenthal sind später dazugekommen.
Wir danken unseren Partnern für das erfolgreiche Miteinander.
Wir freuen uns über jeden, der Spaß daran hat, bei uns mitzumachen. Und vielleicht findet ihr sogar neue Freunde.
Was ist zu tun? Es geht vor allem um Organisatorisches: Filmauswahl, Öffentlichkeitsarbeit, Begrüßung des Publikums, Filmvorführung, Karten- und Getränkeverkauf.
Kommt vorbei und sprecht uns an.
Anerkennung der Vereinsarbeit
Die Kinokulturpreise des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurden am 10. September 2024 im Kino Movie Star in Parchim zum sechsten Mal verliehen.
Die letzten fünf Jahre waren auch wir unter den Preisträgern in der Kategorie „nichtgewerbliche Spielstätten“.
Wir wurden wir für ein „sehr gutes Jahresprogramm 2023“ ausgezeichnet.
Der Kinokulturpreis soll für Kinobetreiber und Kinovereine in unserer Region ein Anreiz sein, in die Qualität und Vielfalt der Kinoprogramme zu investieren. Die Freude war groß.
Sassnitz dankt
2024 – Würdigung der Arbeit des Vereins zum Tag des Ehrenamtes bei einem Empfang des Bürgermeisters der Stadt Sassnitz. Anja Offermann, Schatzmeisterin von Lichtspiele Sassnitz e.V., erhält eine Ehrenurkunde.
2018 – Würdigung der Arbeit des Vereins zum Tag des Ehrenamtes bei einem Empfang des Bürgermeisters der Stadt Sassnitz. Christian Schmidt, Vorsitzender von Lichtspiele Sassnitz e.V., erhält eine Ehrenurkunde.
Förderpreis
2011 wurde das kulturelle Engagement des Vereins mit dem Förderpreis der Kulturstiftung Rügen ausgezeichnet.
25 Jahre
Vereinsgeschichte
2000-2004
Mit dem deutschen Spielfilm „Jenseits der Stille“ begann am 1. September 2000 die Erfolgsgeschichte des neu gegründeten „Lichtspiele Sassnitz e.V.“. Die erste Vorsitzende in der Geschichte des Vereins war Erika Büttner.
Gebrauchte Vorführtechnik für 16-mm-Filme und zwei alte TK 35-mm-Maschinen standen im Grundtvighaus zur Verfügung. Diese hatte Thurid Pörksen, die Begründerin des Grundtvighauses, aus alten Beständen geborgen, um damit das Kino wiederzubeleben. Bevor die Projektoren an jenem Tag angeworfen und weiter regelmäßige Filmvorführungen durchgeführt werden konnten, hatte sich eine Gruppe von Kinoenthusiasten bei regelmäßigen wöchentlichen Treffen gründlich auf die Ausrichtung von Filmabenden vorbereitet. Auch mussten die alten Filmmaschinen wieder in Gang gesetzt und Lehrgänge zum Erwerb von Vorführscheinen für die 16- und 35-mm-Technik absolviert werden. Schließlich war noch eine Fülle organisatorischer Hürden von der notariellen Eintragung als gemeinnütziger Verein bis hin zu den üblichen zahlreichen Anlaufproblemen bei einer neuen Unternehmung zu meistern. Nicht zuletzt mussten die Filme beschafft und Lizenzen für deren Vorführung erworben werden. Christel Hoff schuf ein Kino-layout, das noch heute den Auftritt des Vereins in der Öffentlichkeit prägt. Da aufgrund der veralteten Vorführtechnik häufig Filmrisse nicht zu vermeiden waren, blieben für die Vorführenden Stress-situationen nicht aus. Das Publikum hingegen reagierte meist mit einem Lachen und viel Geduld.
Schnell etablierte sich das Freitagskino. Die vielen bunten Stühle wurden für die Gäste mit selbstgefertigten Schaumstoffkissen gepolstert. Ein TresenAngebot, bestehend aus Getränken und selbst zubereiteten Speisen, lud vor und nach den Filmen zum geselligen Verweilen ein, und so manches Mal wurden daraus Partys mit Musik und Tanz.
Schon bald führten die Vereinsmitglieder zusätzlich zur Freitagsvorstellung an jedem Samstagvormittag Kinderfilmveranstaltungen durch, die jedoch 2003 aufgrund mangelnder Besucherzahlen eingestellt werden mussten. Nach Erika Büttner wurden 2002 Astrid Voigt und 2003 Esther Rappsilber zur Vorsitzenden gewählt..
2005-2009
2005 wurde Sandro Harloff neuer Vorsitzender. Zu besonderen Highlights in der Vereinsarbeit entwickelten sich mehrere Frei-lichtkinoabende an der Sassnitzer Kurmuschel.
Im Dezember 2005 begann der Verein sein Engagement beim Schulprojekt „Lernort Kino“. Seither wurde die Zusammenarbeit mit den Schulen fortgeführt.
Mit Einsatz und Fachwissen von Christian Schmidt, der seit April 2006 den Verein unterstützte und später Mitglied wurde, verbesserte sich die Qualität der Vorführungen wesentlich. Der Verein schaffte einen Beamer an, um nun Vorführungen innerhalb und außerhalb des Grundtvighauses unabhängig von dritten durchführen zu können. Außerdem wurden Objektive und neue Bildschlitten für die TK 35 gekauft.
2007 konnte die Vorführtechnik auf Maschinen des Typs „Dresden D2″ umgestellt werden – ebenfalls gebrauchte Projektoren, die noch nachträglich auf die damals moderne Rotlichtabtastung für den Ton umgerüstet werden mussten; kosteninten-siv, aber notwendig für eine korrekte Tonwiedergabe. Es folgte die Anschaffung eines hochwertigen DVD-Players. Die Lautsprecher-anlage wurde so umgebaut, dass zwei separate Systeme entstanden: eines für die 35-mm-Technik und eines für den Beamereinsatz. Die Vereinsmitglieder reinigten aufwändig die Leinwand, versahen sie mit einer Kaschierung und überarbeiteten die Vorhangtechnik. Der Verein ergänzte sein Programm um die Komponente Kulturarbeit mit der Organisation von Lesungen und Konzerten. Im Grundtvighaus las Christoph Diekmann aus seinem Buch „Rückwärts immer“, gefolgt vom Auftritt von „The ABERLOUR’S“ und des Ensembles „Weltkritik“. In Kooperation mit dem „Haus am Meer“ in Lohme gab es ausverkaufte Konzerte mit Tony Carey und Ulla Meinike.
2008 löste Claudia Reese Sandro Harloff als Vorsitzenden ab.
2009 bekam das Kino die Außenlicht-werbung an der Giebelseite des Saales. Ein Funkmikrofon und zwei Bühnenschein-werfer wurden angeschafft. Der „Lichtspiele Sassnitz e.V.“ beteiligte sich am Projekt LAP (Lokaler Aktionsplan) der Stadt Sassnitz, in dem es um die Förderung von Vielfalt und Toleranz ging.
2010-2014
2010 wurde Christian Schmidt Vorsitzender.
Auf Initiative des Hoteldirektors Peter Schwarz erweckte er die alten tschechischen 35-mm-Vorführgeräte „Meo 4X“ im Cliff Hotel Sellin wieder zum Leben und eröffnete im Beisein eines Fernsehteams den Kinobetrieb. Damit erhielt der Licht-spielverein eine weitere Spielstätte.
Mit der Anschaffung eines leistungsfähigen Beamers konnte man ab 2010 auch die nun häufiger auf DVD und Blue Ray Disc erhältlichen Filme in hoher Bildqualität präsentieren. Durch Marion Prager-Wiehn war der „Lichtspiele Sassnitz e.V.“ in diesem Jahr erstmals beim Filmkunstfest Schwerin in der Kurzfilmjury des „Findlings“ vertreten.
2012 führte der Verein in Zusammenarbeit mit dem Grundtvighausverein im Rahmen der 2011 ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Filmmusik live“ den Spielfilm „Das traurige Leben der Gloria S.“ vor, der vom „Roman Ott Quartett“ begleitet wurde.
Im Herbst 2012 arbeitete Marion Prager-Wiehn in der Jury der „dokumentART“ Neubrandenburg mit.
Während des Jahres 2013 zeichnete sich ab, dass die Digitalisierung der kommerziellen Kinos bereits weit vorangeschritten war. Auch im Grundtvighaus wurden von nun an Filme hauptsächlich von digitalen Datenträgern abgespielt.
Ab 2014 war Petra Blank Vorsitzende des Vereins. Marion Prager-Wiehn arbeitete im Vorstand des Landesverbandes für Film-kommunikation M-V mit. Die Tonanlage im Grundtvighaus wurde erneuert. Ein neuer lichtstärkerer Beamer sorgte seit August 2014 für eine verbesserte Bildwiedergabe.
2015-2019
In diesem Zeitraum waren bei Filmvorführungen folgende Regisseure bzw. Autoren anwesend:
- Adriana Altares und Wolfgang Böhmer (Titos Brille)
- Eva Knopf (Majups Reise)
- Annekatrin Hendel (Anderson)
- Juliane Fezer (Meeres Stille)
- Volker Koepp (Landstück, Seestück)
- Holger Teschke (Moderation Koepp-Filme)
- Martin Farkas (Über Leben in Demmin)
- Peter Warwerzinek (Lievalleen)
2018 erhielt der Verein im Rahmen einer Förderung durch den Landesverband für Filmkommunikation M-V durch das Land einen leistungsstarken Laserbeamer. Ein Gastronomiekühlschrank für den Tresen wurde angeschafft.
Seit Frühjahr 2019 hat das Kino einen neuen beleuchteten Schaukasten an der Giebel-seite des Grundtvighauses. Wie schon so oft gab es auch in diesem Jahr Bemühungen zur Verbesserung der Tonwiedergabe. Es wurde eine Dolby 5.1-Anlage installiert. Im Rahmen der Kommunikationsoffensive „Apropos Partnerschaft – macht’s ge-meinsam!“ zeigten wir den Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“.
2019 konnte die 35-mm-Kinotechnik in Sassnitz und Sellin letztmalig eingesetzt werden. Der sowjetische Film „Der weiße Dampfer“ war der letzte Streifen, den der Verein auf Zelluloid bekam.
2020-2025
Das Kinojahr 2020 startete mit einem besonderen Höhepunkt: Regisseur Andreas Dresen präsentierte in Sassnitz seinen preisgekrönten Kultfilm „Gundermann“, den meistbesuchten Kinofilm des Jahres. Danach zwang uns die Coronapandemie zu Spielpausen und Besucherzahlbegrenzungen. In den coronabedingten Pausen wurde der Kinosaal vom Grundtvighausverein renoviert, der Kinoverein montierte neue dimmbare Leuchten und Spots im Saal und im Eingangsbereich.
2021 diskutierte der von Rügen stammende Regisseur Christoph Eder mit Einwohnern und Gästen seinen Dokumentarfilm „Wem gehört mein Dorf?“. Dieser wurde zum meistbesuchten Film des Jahres.
2022 folgte eine weitere coronabedingte Spielpause. Dennoch erhielt der „Lichtspiele Sassnitz e.V.“ zum wiederholten Male den Kinokulturpreis MV für ein hervorragendes Jahresfilmprogramm. Im selben Jahr kam eine weitere Spielstätte hinzu, das „LebensGut Frankenthal“ bei Samtens. Dort finden an jedem letzten Donnerstag im Monat Filmvorführungen unter dem Motto „Köstliches Kino“ statt, bei denen den Besuchern ein hausgemachtes Abendbuffet angeboten wird.
Weitere Höhepunkte in diesen Jahren waren das Vollmondfest, eine Buchlesung mit Filmkritiker und Autor Knut Elstermann und der Besuch des Filmemachers Max Gleschinski mit seinem Spielfilm „Alaska“.
Beim Vollmondfest in Alt-Sassnitz wurde der Stummfilmklassiker „Reise zum Mond“ gezeigt. Dazu gab es passende Livemusik, speziell für diese Vorstellung von André Kuschel komponiert und dargeboten.
Seit 2023 ist André Kuschel Vereinsvorsitzender. In jenem Jahr wurde auch der Internetauftritt „kino-lichtspiele-sassnitz.de“ neugestaltet. Onlinebesucher haben nun sofortigen Zugriff auf das aktuelle Kinoprogramm, auf Filmtrailer und viele Vereinsinfos. Außerdem ersetzt seitdem ein neues Design mit QR-Code den langjährigen gelben Kinoflyer.
2024 stellte der Regisseur Dieter Schumann in Sassnitz und Sellin seinen neuen Dokumentarfilm „Dann gehste eben nach Parchim“ vor, mit dem er von der Leidenschaft der Schauspieler am Jungen Staatstheater in der norddeutschen Provinz erzählt. Juliane Ebner, ein Multitalent, war Ende des Jahres im Grundtvighaus zu Gast und hatte drei ihrer Animationsfilme mitgebracht: „Branden“, „Landstrich“ und „Durchgangslage“. Zeitgleich wurde eine Ausstellung ihrer Malerei und Zeichnungen vor Ort eröffnet.
Von 2022 an finden im Grundtvighaus jedes Jahr mit großem Erfolg unter Mitwirkung des „Lichtspiele Sassnitz e.V.“ die Literaturtage Rügen statt.





